Flöhmarkte sind weltweit verbreitet

In zahlreichen Städten über den Globus existieren regelmäßig stattfindende Flohmärkte.

Der Besuch eines Flohmarktes dient in der Regel dem eigenen Vergnügen und hat im Gegensatz zu anderen Einkäufen nicht den Charakter alltäglicher Notwendigkeit. Er findet daher meist ohne Zeitdruck statt.

Die professionell organisierten Flohmärkte

Die professionell organisierten Flohmärkte finden meist in einem deutlich kleineren Rahmen als die traditionellen Flohmärkte statt.

Das Verkaufsangebot besteht aus – oft minderwertiger – Neuware und von Profis angebotener Ware.
Verstärkt bieten Haushalts Auflösen Ware feil…

Die Veranstalter professionell organisierter Märkte erschließen immer neue Parkplätze, Uferstraßen und Brach Flächen.

Gelegentlich werden Eintritt oder Parkgebühren erhoben.

 

Der Flohmarkt rund ums Kind:

Baby – Kinder – Flohmarkt in 1030 Wien

ist in Österreich weit verbreitet. Kindergärten, Jugendeinrichtungen oder Pfarreien veranstalten solche Kindersachen-Flohmärkte,

auf denen Babyausstattungen, Kinderkleidung, Spielzeug und Kinderbücher verkauft werden.

Diese Angebote werden von weiten Bevölkerungskreisen genutzt, um die Ausgaben für den naturgemäß schnell

wechselnden Bedarf der heranwachsenden Kinder einzugrenzen.

 

Auf Themen-Flohmärkten:

Flohmarkt, die soziale Bedeutung

wie Bücher-, Militaria-, Schallplatten-, Puppen- oder allgemeine Spielzeug Börsen, werden Waren zu einem bestimmten Sammelgebiet gehandelt.
Über Termine und Themen informieren Markt- und Fachzeitschriften und deren Internetseiten.

 

Bei Spenden-Flohmärkten:

Gelegenheit für Schnäppchenjäger – Rotkreuz-Flohmarkt

kommt der gesamte Erlös entweder dem gemeinnützigen Veranstalter, beispielsweise einer Kirchengemeinde,

oder einem wohltätigen Zweck als Spende zugute.

Der Nachtflohmarkt:

Mondscheinbazar Nachtflohmarkt Wien

ist eine Tages zeitlich neuartige Version des Flohmarktes, der spätnachmittags bis nachts meist in geschlossenen Veranstaltung hallen stattfindet.
Für manchen Nachtflohmarkt müssen Besucher Eintritt zahlen, um am Handel teilhaben zu können.
Insbesondere im Wien etablieren sich seit einigen Jahren Nachtflohmärkte, die einem stark heterogenen und urbanen Publikum spätes Kaufen und Verkaufen von Trödel aller Art ermöglichen.
Zusätzlich gibt es dort häufig ein Rahmenprogramm, zumeist Essen und Getränke und Musik.
In Niederösterreich existiert seit dem Jahr 2010 der Nachtflohmarkt in Klagenfurt findet seit 2012 der Abend Flohmarkt bei Metro Klagenfurt statt.

Kommerzielle Merkmale:

Flohmärkte können kleineren gewerblichen Händlern, die sich noch kein entsprechendes Ladengeschäft leisten können, als erste Absatz Plattform dienen.

Flohmärkte können sich als dienliches Umfeld zu zeithistorischer und alltags kultureller Bildung erweisen. So finden sich auf den meisten Flohmärkten Medien, insbesondere Bücher und Zeitschriften oder auch Tonträger, die im Handel nicht bzw. nur selten erhältlich sind. Dazu kommen diverse einzelne Antiquitäten – auch wenn sich dafür reine Antiquitätenmärkte entwickelt haben. Allerdings werden bei Antiquitätenmärkten die Waren oft durch spezialisierte Händler angeboten, die Besucher müssen meist Eintritt entrichten und es findet sich dort überwiegend entsprechendes Fachpublikum.

Verkäufer können auf dem Flohmarkt Sachen verkaufen, die nicht mehr von ihnen benötigt werden. Kinder können dabei handeln und feilschen und so den Umgang mit Geld und den Wert der eigenen Besitztümer verstehen lernen.

Die besonderen Merkmale eines Flohmarkts sind – aus der Sicht des Besuchers – der private Charakter des Handels (Verkauf durch Privatpersonen, vielfach lässt sich auch über den Preis feilschen), das nicht ständig vorhandene Angebot von Waren (viele Flohmärkte finden beispielsweise nur einmal jährlich statt) sowie die Hoffnung der Besucher, Ausgefallenes oder Günstiges erwerben zu können. Diese Konnotationen werden des Öfteren auch von Inhabern von regulären Läden genützt, indem – um ihre Attraktivität zu erhöhen – Sonderverkäufe als „Flohmarkt“ bezeichnet werden.

Flohmarkt, die soziale Bedeutung

Neben dem kommerziellen Zweck dienen Flohmärkte, wie andere Märkte auch, sozialen Bedürfnissen. So finden Unterhaltung oder sogar politische Gespräche auf Flohmärkten statt. Es besteht für Besucher die Möglichkeit, einfach nur über den Markt zu bummeln, um mit anderen Besuchern oder Verkäufern ein Schwätzchen zu halten. Früher im Laden um die Ecke oft gängige Praxis, ist der Plausch heute in den meisten Geschäften – insbesondere in Supermärkten und großstädtischen Einkaufszentren – verschwunden. Auf Floh- und anderen Märkten ist Small-Talk und Alltagsgespräch aber möglich. In vielen ländlichen Gegenden Österreichs gibt es besonders bei Flohmärkten, deren Erlöse sozialen oder karitativen Einrichtungen zugutekommen, häufig ein zusätzliches kulinarisches Angebot, das dem eines Cafés oder eines Imbissstandes ähnelt und wo auch entsprechendes gesellschaftliches Treiben stattfindet.

Auch sind oftmals Gespräche zwischen Verkäufern oder mit Kunden zu vernehmen, die diese als Fachleute auf bestimmten Gebieten ausweisen. Auf diese Weise kann untereinander gegenseitiges Verstehen und – gerade in Fällen von ausgefallenen Interessen – ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einer speziellen Kleingruppe entstehen, was dem Flohmarkt dann auch den Charakter eines subkulturellen Ortes verleiht. Insbesondere speziell auf ein Sammelgebiet ausgerichtete Märkte können zum Treffpunkt von Sammlern werden, die eigens anreisen und dort (geplant oder zufällig) Sammler Kollegen treffen und sich untereinander austauschen.

Der Besuch eines Flohmarktes dient in der Regel dem eigenen Vergnügen und hat im Gegensatz zu anderen Einkäufen nicht den Charakter alltäglicher Notwendigkeit. Er findet daher meist ohne Zeitdruck statt.

Alternativen

Durch Internet-Auktionsplattformen wie eBay, Willhaben, Shpock haben sich in den letzten Jahren das Angebot und die Möglichkeiten des Absatzes von Gebrauchtwaren erhöht. Solche Internet-Auktionsseiten kommen dem traditionellen Flohmarkt-Gedanken insofern entgegen, als das dortige Angebot ein zielloses Stöbern und zielgerichtetes Suchen nach Besonderheiten und Sammelsurien wie auf einem Flohmarkt ermöglicht. Beim Handel über das Internet geht aber das Flair eines Marktes – die direkte Begutachtung der Ware sowie die Kommunikation mit dem Händler und mit Gleichgesinnten – verloren.

Als Alternativen für das Entledigen von gebrauchten Gegenständen bleiben neben dem Verkauf auf Flohmärkten das Geschenk an Bekannte, die Spende (in Deutschland ohne Spenden beleg) an eine gemeinnützige Institution und die Abgabe auf dem Recyclinghof, wo die Waren entweder vernichtet, down gecycelt oder weiterverkauft werden.

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