IMPRESSIONISMUS – BEGINN DES 20. JAHRHUNDERTS

„Impression“ bedeutet Eindruck oder Erscheinung.

Der Impressionismus dauerte ca. von der Mitte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. „Impression“ bedeutet Eindruck oder Erscheinung. Der Name wurde von dem Bild „Impression, soleil levant“ (Eindruck bei Sonnenaufgang) von Claude Monet, abgeleitet. Diese Kunstrichtung beeinflusste die Malerei in ganz Europa und Nordamerika.

Der Vor Impressionismus

Im 19. Jahrhundert herrschte die historisierende Malerei vor, es wurde vor allem im Atelier gemalt. Einige Künstler begannen, sich mit der Darstellung des Lichtes zu befassen. Sie wandten sich von historischen Themen ab und orientierten sich an der Natur. Um die Wirkung des Lichtes zu erforschen, malten sie im Freien. Sie bevorzugten Licht-Schatten-Darstellungen und versuchten in ihren Bildern naturnahe Lebendigkeit auszudrücken. Wasser in verschiedenen Formen wie Dunst, Regen, Nebel oder Gewässer war ein häufiges Motiv. Die Maler Courbet und Millet setzten sich in ihren Bildern mit dem Leben armer Bevölkerungsschichten und Bauern auseinander. Weitere Vertreter des Vor Impressionismus waren zB Camille Corot, William Turner oder Johann Jongkind. Corot gehörte zur sogenannten Schule von Barbizon, wo schon um 1830 Naturausschnitte in der freien Natur gemalt wurden, die als Vorläufer des Impressionismus gelten.

Der Impressionismus

Der Impressionismus entwickelte sich in Frankreich. Die erste gemeinsame Ausstellung französischer Impressionisten in Paris erregte zwar Aufsehen, die Bilder stießen aber auf Ablehnung und Spott. Beteiligt waren wichtige Impressionisten: Claude Monet, Camille Pissarro, Alfred Sisley, Auguste Renoir, Paul Cézanne, Edgar Degas, Berthe Morisot und andere. Der neue Stil wurde oft als mangelndes Können ausgelegt. Es dauerte lange, bis die impressionistischen Maler anerkannt wurden, erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden ihre Werke häufiger gekauft.

JAPANS LIEBE ZUM IMPRESSIONISMUS

Das Malen in der freien Natur ist typisch für den Impressionismus, man bezeichnet es auch als „Plein-Air-Malerei“ oder Pleinairismus. Vorher war es üblich, auch Landschaftsbilder nach Skizzen in der Natur im Atelier zu malen. Die Künstler versuchten die Lichtverhältnisse wiederzugeben, einzelne Objekte standen nicht mehr im Vordergrund. Die Impressionisten wollten den flüchtigen Eindruck eines Augenblicks und das momentane Aussehen eines Gebäudes oder einer Landschaft malen. Dabei berücksichtigten sie die Veränderung von Farben durch Sonne oder Luft. Sie stellten ihren persönlichen Eindruck dar, der zum Teil von der natürlichen Farbgebung abwich. Die Farben wurden flüchtig und in Form von kurzen Pinselstrichen aufgetragen, man spricht daher von der „impressionistischen Komma Struktur“ der Bilder. Meist verwendeten sie helle und leuchtende Farben, im Gegensatz zu den Gemälden des Historismus, die oft in gedämpften Farben gestaltet wurden. Ein weiterer Gegensatz war, dass im Impressionismus die Motive nicht mit dem Rand des bildes aufhörten, man zeigte oft nur einen Ausschnitt, zB aus einer Landschaft oder einer belebten Straße. Im Historismus wurden oft gestellte Szenen gemalt, die an das Format des Bildes angepasst waren.

Die Impressionisten verwischten oft die Umrisse und stellten Motive unscharf dar, die Gegenstände lösten sich sozusagen im Licht auf. Es wurde ein momentaner Eindruck festgehalten, daher hatten die Künstler nicht die Zeit für Vorzeichnungen, genaue Konturen und Details. Während frühere Maler gleichmäßige, glatte Farbschichten auftrugen, wurden die Farben jetzt oft unterschiedlich dick aufgebracht, man konnte die einzelnen Pinselstriche erkennen. Kleine Flächen und Striche mit kontrastierenden Farben wurden nebeneinander gesetzt, so dass ein „flirrender“ Eindruck entstand, man erreichte dadurch auch eine größere Leuchtkraft der Farben. Eine Sonderform ist der Pointillismus. Erstmals wurden im Impressionismus auch farbige Schatten gemalt. Raumwirkung wurde nicht mehr durch eine geometrische Perspektive erzielt, sondern durch die Abstufung der Farben, zB zunehmende Verblauung, je weiter die Entfernung ist. (Bei der geometrischen Perspektive laufen die Linien, die nach „hinten“ in die räumliche Tiefe führen, auf einem Punkt zusammen. Dieser Punkt wird als Fluchtpunkt bezeichnet.) Es wurden auch im Vordergrund mehr Details gemalt und der Hintergrund oft undeutlich dargestellt, um den Eindruck von Nähe und Ferne zu erreichen.

Häufige Motive waren neben Landschaften alltägliche Straßenszenen, das Leben auf Rennplätzen und in Gastgärten oder Gewässer. Die bewegte Wasseroberfläche, in der sich die Umgebung spiegelt, oder dicht bewachsene Wiesen und Gärten faszinierten die Maler. Beliebt war die Gegend der Seine bei Paris, besonders der Ort Argenteuil. Im Gegensatz zum Vorimpressionist Courbet wollten sie aber nicht auf benachteiligte Gesellschaftsschichten hinweisen. Politische oder soziale Umstände waren kein Thema in den Bildern der Impressionisten. Sie waren an der äußeren Erscheinung ihrer Umgebung interessiert und wollten eine vollkommene Illusion schaffen, die auch das Licht einbezog.

Die Erfindung der Fotografie beeinflusste auch die Malerei der Zeit. Die Farbe, die in der Fotografie noch nicht möglich war, wurde zum wichtigsten Element der Impressionisten. Die wirklichkeitsgetreue Malerei verlor an Bedeutung. Teilweise verwendeten Maler auch Fotos als Hilfsmittel.

Wichtige Vertreter des Impressionismus

Seelandschaft 1860 von J. B. Weiß gezeichnet

Die Impressionisten hatten keine gemeinsamen Programme und Theorien wie spätere Künstlergruppen, daher gibt es in ihren Werken große Unterschiede. Obwohl sie sehr selbständig waren, entstanden zeitweise auch sehr ähnliche Gemälde. Es gab 8 Gruppenausstellungen der Impressionisten, danach war in ihren Bildern nur mehr wenig von einer gemeinsamen Richtung zu erkennen. Der „Salon“, die damals wichtigste, jährliche Kunstausstellung in Paris lehnte die Werke der Impressionisten anfangs ab, sie organisierten ihre Ausstellungen meist selbst. Es entstand auch ein „Salon des Refusés“, ein Gegenstück zum offiziellen Salon, als Protest gegen die gesellschaftlich anerkannte, konservative Kunst.

Claude Monet

Monet arbeitete in seiner Jugend als Karikaturist, dann erhielt er Unterricht von Eugène Boudin und begann mit Landschaftsbildern. Er hatte auch Kontakt zu Jongkind und Courbet. Später ging er nach Paris und bildete mit Renoir, Sisley und Bazille den Kern der impressionistischen Gruppe. Bei einem Aufenthalt mit Camille Pissarro in England beschäftigte er sich mit den Werken von Constable und Turner, er malte die Themse und Londoner Parks. In Argenteuil entstanden die populärsten Bilder des Impressionismus. Er wurde zum konsequentesten Künstler der Impressionisten und führte seine Malerei bis zur völligen Auflösung der Form in farbige Nebel weiter. Gegen Ende des Jahrhunderts konzentrierte er sich auf Serien von Gemälden, bei denen er das gleiche Motiv bei verschiedenen Lichtverhältnissen darstellte. Die erste Serie entstand am Bahnhof Saint-Lazare. Monet interessierte sich besonders für die Darstellung des Rauchs der Lokomotiven. Bekannt ist die Serie „Die Kathedrale von Rouen“, die er zu allen Tageszeiten und bei verschiedenen Wetterlagen malte. Bemerkenswert war dabei auch, dass er das Gebäude nicht ganz darstellte, sondern nur einen Ausschnitt.

In der Zwischenzeit hatte er auch zunehmenden Erfolg mit seiner Malerei. Finanziell und gesellschaftlich erfolgreich war er mit der Serie von Heuhaufen. Sie bestand aus 25 Bildern zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten. Nach einem Aufenthalt in der Bretagne wurden zerklüftete Felsenlandschaften ein beliebtes Motiv. Er unternahm viele Reisen und verfeinerte seine Maltechnik, um eine intensive Leuchtkraft in seinen Bildern zu erreichen, kombinierte er die Farbtöne oft mit Weiß und gab auch die Schatten in sehr hellen Farben wieder. Nachdem er sich einen Wassergarten errichtet hatte, malte er die Serie „Wasserrosen“. Um auf besonders großen Lein Wänden arbeiten zu können, richtete er sich ein spezielles Atelier ein. Auf bis zu 6 m breite und 2 m hohen Lein Wänden malte er mit dicken, breiten Pinseln schnell und großflächig. Das Thema der Seerosen beschäftigte ihn während seiner letzten Lebensjahre. Obwohl er immer schlechter sah, malte er bis kurz vor seinem Tod 1926.

In der Zwischenzeit hatte er auch zunehmenden Erfolg mit seiner Malerei. Finanziell und gesellschaftlich erfolgreich war er mit der Serie von Heuhaufen. Sie bestand aus 25 Bildern zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten. Nach einem Aufenthalt in der Bretagne wurden zerklüftete Felsenlandschaften ein beliebtes Motiv. Er unternahm viele Reisen und verfeinerte seine Maltechnik, um eine intensive Leuchtkraft in seinen Bildern zu erreichen, kombinierte er die Farbtöne oft mit Weiß und gab auch die Schatten in sehr hellen Farben wieder. Nachdem er sich einen Wassergarten errichtet hatte, malte er die Serie „Wasserrosen“. Um auf besonders großen Lein Wänden arbeiten zu können, richtete er sich ein spezielles Atelier ein. Auf bis zu 6 m breite und 2 m hohen Lein Wänden malte er mit dicken, breiten Pinseln schnell und großflächig. Das Thema der Seerosen beschäftigte ihn während seiner letzten Lebensjahre. Obwohl er immer schlechter sah, malte er bis kurz vor seinem Tod 1926.

Edouard Manet

Manet stammte aus einer wohn Abenden Pariser Familie, nach einer Lehrzeit als Maler unternahm er zahlreiche Reisen durch Europa. In Argentinien traf er Monet und Renoir, und begann im Freien zu malen. Er gehörte zwar nicht direkt zur Gruppe der Impressionisten und beteiligte sich auch nicht an ihren Ausstellungen, man zählt ihn aber trotzdem zu diesem Stil, weil er eine sehr ähnliche Malweise hatte. Auch er wurde von der Presse verachtet und musste um Anerkennung kämpfen. Als Motiv bevorzugte er Menschen, meist Einzelpersonen. Er malte nur wenige Landschaften. Die Themen waren für ihn weniger bedeutend als die farbliche Gestaltung eines Bilds, obwohl er auch an malerische Traditionen anknüpfte. Er verwendete oft schwarz, grau, blau und braun, seine Bilder haben oft nicht so kräftige, leuchtende Farben wie die Werke anderer Impressionisten. In seinen späteren Werken wurde seine Farbpalette heller. Das Gemälde „Frühstück im Freien“ löste einen Skandal aus, weil darauf eine nackte Frau neben zwei bekleideten Männern zu sehen war, und weil man die Personen erkannte, die dargestellt waren. Als Skandal bild sah man auch „Olympia“. Manet malte auch viele Stil leben.

Später war er durch eine Lähmung gezwungen, wieder im Atelier zu malen. In der letzten Phase seines Werks wechselte er von Öl- zur Pastellmalerei.

Camille Pissarro

Pissarro lernte bei seinem Studium in Paris Monet, Manet und Cézanne kennen, in London beschäftigte er sich mit dem Werk William Turners. Anfangs malte er realistische Landschaften, dann begann er mit impressionistischen Bildern. Motive fand er oft in kleinen Orten in der Nähe von Paris, er bevorzugte dörfliche und bäuerliche Landschaften, zB „Im Garten“ oder „Bäuerin im Kohlfeld“. Personen waren zwar häufig zu sehen, sie standen aber oft nicht im Vordergrund, sondern bildeten eine Teil der Landschaft. Sie wirken unbeobachtet und nicht gestellt.

Er gab jungen Malern gerne Anregungen zB Cézanne und später Gauguin. Mitte der achtziger Jahre stellte er zum ersten Mal außerhalb von Europa, in New York aus. Vorübergehend wendete er sich dem Neo Impressionismus zu und malte pointillistische Gemälde. In seinen letzten Lebensjahren litt er an einer Augenkrankheit, er malte hauptsächlich durchs geschlossene Fenster. In dieser Phase entstanden viele Städtebilder in hellen, eher ruhigen Farben…….

FÜTTERN ERLAUBT

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